Sind Aktien derzeit wirklich alternativlos?

Der Marktrückgang der letzten Wochen lässt die Verunsicherung spüren:

Ist an den Märkten wieder eine Blase entstanden und bedeuten die Allzeit-Höchstkurse nicht wieder eine Übertreibung wie 2000?

Um diese Fragen zu beantworten muss man die Bewertungen an den Anlagemärkten ins rechte Verhältnis setzen: Anleihen, Immobilien und Aktien.

 

Lassen Sie mich kurz die Basis erklären:

Der DAX(r) ist ein Performance-Index der 30 größten deutschen Unternehmen. Das bedeuet, dass in die Berechnung die Wiederanlage der Dividenen einfließt, also ein Ergbnis incl. Zinseszins. 

Der DAX stand 1990 bei 1500, 2000 bei 8000 und heute bei 8990 Punkten auf der nach oben offenen Skala. 

Der Euro-Bund Future ist eine fiktive Bundesanleieh mit einem Zins von 6% und einer Laufzeit von 10 Jahren. Wenn der Kurs des Bundfuture auf 160 steigt hätte diese Bundesanleihe einen aktuelle Rendite von 0 % (richtig: NULL Prozent). Das bedeutet, er kann nicht höher steigen als auf diese 160 Punkte - der Bund Future seht heute bei 150.

Das Preisniveau von Immobilien kann jeder vernüftige Anleger ohne Volkswirtschaftsstudium selber gut einschätzen. In gefragten 1A Lagen darf man die Preise als extrem teuer bezeichnen. Dazu muss mann nur überlegen, was das eigene Einfamilienwohnhaus vor 20 Jahren gekosten hat. Für diesen Preise bekommen Sie heute maximal eine 2-Zimmer Eigentumswohung. 

Und die Mieterwartung für diese Wohnung in Zukunft lässt sich auch ohne Mietpreisbremse an der Höhe der Rente des Eckrentners ablesen. Die liegt bei 1200 Euro, Tendenz fallend. Dafür muss man 45 Jahre für das Durchschnittseinkommen (derzeit monatlich 2700 Euro brutto) Beiträge bezahlt haben. 

Gold und Silber lasse ich hier aussen vor, weil Edelmetalle sowieso keine laufenden Erträge bringen. 

 

Diese Fakten erklären für sich schon alleine, warum immer mehr Gelder in die Akteinmärkte fliesen wird. 

Eine weitere Sichtweise möchte ich aufzeigen:

Wer in Anleihen investiert (direkt oder indirekt über Festzinsanlagen bei der Hausbank und Beiträge für seine Kapitallebensversicherung) finanziert damit die Schulden(exzesse) der Staaten und hoft, dass diese anderes als Griechenland am Ende zurückzahlen können. Dafür bekommt er einen Zins, der unter der Inflationsrate liegt.

Wer Aktien kauft, investiert in Unternehmen deren Produkte er täglich kauft und nutzt:

Geweckt worden vom Wecker im Apple Iphone (oder Samsung), rasiert mit Gillette (Procter & Gamble), Frühstück mit Nestle, mit dem BMW zur Arbeit, schnell noch getankt bei Shell, ins Büro zu SIEMENS, den PC von Intel und Software von Microsoft, in der Mittagspause kurz zu  MCDonalds (puh...).......!

-in Unternehmen die Steuern an die Staaten zahlen, damit die ihre Schulden(=Anleihen=Ihre Lebensversicherung) bedienen können.

-in Unternehmen die uns Arbeitsplätze bieten und uns Löhne zahlen.

 

(Fortsetzung folgt.... Mittagspause)

 

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